2025 0130 FF Rain Raumkonzept FeuerwehrhausIn Rain nimmt der Neubau des Feuerwehrgerätehauses nach Jahren konkretere Formen an. Jetzt gibt es ein Raumkonzept. Im nächsten Schritt will die Stadt die Planung ausschreiben.

Rain: Schritt für Schritt geht es mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus in Rain voran, wenn auch in einem sachten Tempo - geschuldet den politisch unterschiedlichen Weichenstellungen über die Jahre und den üblichen bürokratischen Zwängen. Schon im Dezember 2019 hatte ein Ingenieurs-Gutachten ergeben, dass dringend Handlungsbedarf besteht. Die darin dokumentierten Probleme kamen schon damals nicht überraschend, immerhin hatte die letzte Sanierung 1991/92 stattgefunden. Eine Fülle von Missständen war seither aufgelaufen.

Im Februar 2020 beschloss der neue Stadtrat schließlich den Neubau statt einer Renovierung, im Juni 2021 entschied er sich dafür, den Feuerwehrbedarfsplan als wichtige Grundlage dafür in Auftrag zu geben, der inzwischen seit Februar 2023 vorliegt. Stand heute befindet sich das Neubau-Projekt in der „Leistungsphase 1 und 2". Es soll auf 10.000 Quadratmetern in der Schlehenstraße am Stadtrand nahe der neuen Rettungswache entstehen.

Im jetzigen Stadium geht es um das Raumprogramm, das sinnvollerweise vorgesehen werden soll, um den modernen Anforderungen an eine Freiwillige Feuerwehr der Größenordnung gerecht zu werden, wie es sie in Rain gibt. Der Feuerwehrbedarfsplan ermittelt, welche Ausstattung die richtige ist, wie die potenzielle Gefahrenlage am jeweiligen Wirkungsort ist, ob die technische Ausrüstung einem zeitgemäßen Standard entspricht, ob die Standortlage strategisch günstig ist und welche Räume gebraucht werden. Ergänzend dazu hatte sich eine Projektgruppe der FFW Rain schon 2019 vergleichbare Neubauten in Aichach, Gundelfingen und Wemding angeschaut, um aus deren Konzepten zu lernen.

In seiner Sitzung am Dienstag (28.01.2025) verschaffte sich der Stadtrat nun einen Überblick, was das künftige Gerätehaus an räumlichen Voraussetzungen mitbringen soll. Dazu referierten Kommandant und Kreisbrandmeister Peter Mikschl sowie der Feuerwehrreferent im Stadtrat, Simon Briglmair.

Aktuell hat die Feuerwehr am bisherigen Standort in der Preußenallee elf Stellplätze: sechs Ausfahrten am Gerätehaus und fünf Garagen an der Friedberger Ach. Der Neubau soll maximal über elf Ausfahrten verfügen und zusätzlich eine Waschhalle bekommen. Der Stadtrat fasste diesen Beschluss einstimmig.

Der Feuerwehrbedarfsplan für Rain hatte geringfügig weniger vorgesehen: lediglich neun Ausfahrten und eine Waschhalle. Allerdings berücksichtigt er noch nicht die Stellplätze für ein mobiles Notstromaggregat, das angeschafft werden soll, um bei Netzausfall auch an anderen Orten eingesetzt zu werden, sowie für den Kommandowagen, der bereits 2023 gekauft worden ist. Der Stadtrat beschloss jetzt, auf Basis der aktuellen Gegebenheiten, die Planung für den Neubau auszuschreiben. Die baulichen Anlagen sehen vor: eine Fahrzeughalle mit elf Ausfahrten plus Waschhalle; Verwaltungs- und Sozialgebäude mit Zugängen zur Fahrzeughalle (darunter etwa Funkzentrale, Kreiseinsatzzentrale, Lagebesprechungsraum, Umkleiden, Duschen und Toiletten. Aufenthaltsraum, Atemschutzraum, Werkstatt, Kleiderkammer, Schlauchräume, Lager, Technikräume, Büro Kommandant, Büro Zugführung und Gruppenführer, Jungendfeuerwehrraum, Kinderfeuerwehrraum, Floriansstube, Küche, Schulungsraum, eventuell Fitnessraum); Kalthalle; Übungsturm; Alarmparkplatz; Kraftstofflager; Übungsflächen im Freien für alle Gruppen der FFW Rain.

Als erfreuliche Nachrichtbrachte Simon Briglmeir die Information mit, dass die Förderbeiträge für den Neubau von Feuerwehrhäusern seit 1. Januar 2025 „deutlich gestiegen sind". Er gab die Empfehlung der Feuerwehr Rain an den Stadtrat weiter, „einen funktionalen Zweckbau zu errichten, der den gültigen Normen und Vorschriften entspricht, sodass die Fördermittel dementsprechend auch beantragt werden können".

Pressebericht aus der Donauwörther-Zeitung vom 30.01.2025. Von Barbara Würmseher.