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2017 0623 Kinderfeuerwehr BerichtRain:  Feuerwehren in der Region suchen neue Kräfte, eine Gesetzesänderung hilft bei der Gründung von Kinderfeuerwehren. Über Notwendigkeit und Nutzen für Verein und Mitglieder.

Traumberuf Feuerwehrmann: Mit Blick auf die Top 10 der Berufswünsche von Kindern wird klar – die Faszination für Löschen und die großen roten Autos ist bei den Kleinen nach wie vor ungebrochen. „Und genau an dieser Stelle kommen wir als Feuerwehrverein ins Spiel“, erklärt Andrea Baur, von der Freiwilligen Feuerwehr Rain. Wie viele andere Vereine im Landkreis habe auch die Rainer Feuerwehr Probleme mit dem ausbleibenden Nachwuchs. „Es wird immer schwieriger, neue Mitglieder zu gewinnen. Gerade deshalb liegt es uns am Herzen, schon bei den Kleinen das Interesse für die Feuerwehr zu wecken.“

Da kommen wohl auch die Änderungen des bayerischen Feuerwehrgesetzes, die bereits am 1. Juli in Kraft treten, ganz gelegen. Dabei wird nicht nur die bestehende Altersgrenze für den Feuerwehrdienst von 63 auf 65 Jahre nach oben, sondern auch das Eintrittsalter auf das vollendete sechste Lebensjahr nach unten gesetzt. Ziel sei es, das Einsatzkräftepotenzial der Feuerwehren vor Ort zu sichern und gleichzeitig die Nachwuchsarbeit zu fördern und zu erleichtern. Fehlende Nachwuchskräfte sind laut Kreisbrandrat Rudolf Mieling vor allem durch den demografischen Wandel zu erklären. Außerdem müsse die Überbrückungszeit von zwei Jahren jetzt sinnvoll und aktiv genutzt werden. „Die Nachwuchsgewinnung ist besonders für Wehren eine nicht ganz einfache und langfristige Aufgabe. Erst mit der Volljährigkeit tritt man in den aktiven Feuerwehrdienst ein und bis dahin gilt es, eine attraktive und interessante Kinder- und Jugendarbeit zu leisten“, so Mieling.

Jeder Junge, aber auch so manches Mädchen träumt davon ein echter Feuerwehrmann/ eine echte Feuerwehrfrau zu werden. Daher hat sich die Mehrheit der Mitglieder an der Generalversammlung am 05. Januar 2017 für die Gründung einer Kinderfeuerwehr ausgesprochen.

Bei der Kinderfeuerwehr werden Kinder im Alter von 8 – 11 Jahren spielerisch an die Feuerwehr und deren Aufgaben herangeführt. Aber auch der Spaß und die Kameradschaft werden dabei nicht zu kurz kommen. 
Ihre Kinder sind zwischen 8 und 11 Jahren alt und sie wohnen in Rain, dann laden wir Sie mit Ihren Kindern herzlich ein am Samstag, den 24. Juni 2017 um 16:00 Uhr in das Feuerwehrgerätehaus Rain zu kommen. Wenn Sie Kinder in diesem Alter kennen, dann würden wir uns freuen, wenn Sie die Information an diese bzw. an deren Eltern weiterleiten würden.

Ihrem Kind hat es gefallen, dann merken Sie bitte nachfolgende Termine vor. Sollte es am Samstag, den 24. Juni 2017 bei Ihnen oder Ihrem Kind zeitlich nicht klappen, können sie die Kinderfeuerwehr jederzeit gerne an einem der anderen Termine besuchen.

Diese sind:
  22 Juli 2017
  19. August 2017 und
  16. September 2017

jeweils 16.00 Uhr am Feuerwehrgerätehaus Rain, Preußenallee 40, 86641 Rain. 

Ausbildungsziele sind u. a. 
- der sichere Umgang mit Feuer/Brandschutz
- richtiges Handeln in Notfallsituationen
- Ortskunde z.B. Stadtrallye
- Unfallverhütung
- Fahrzeugkunde

Jugendliche von 12 – 17 Jahre sind in unserer Jugendfeuerwehr herzlich willkommen. Termine hierzu finden sie hier.

 

 



Donauwörth: Weil Personalmangel absehbar ist, bemühen sich die Wehren im Kreis zunehmend um die Gunst der Kleinsten. Im kommenden Jahr könnte die Zahl der Kinderwehren weiter wachsen.

Die Löschfahrzeuge und der Feuerwehrmann haben nur schwarze Ränder. Das Innere ist komplett weiß. Die Grafiken eignen sich also optimal zum Ausdrucken und Anmalen. „Für die Kinder“, heißt es auf der Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Münster im südlichen Landkreis.

Dass sich die Kleinsten für das Berufsbild der Feuerwehr begeistern können, ist nichts Neues. Neu ist jedoch, dass die Feuerwehren immer aktiver um die Gunst von Kindern buhlen. Auch im Landkreis Donau-Ries. Der Grund ist Nachwuchssicherung. Momentan sei bei den meisten Feuerwehren die Personallage, auch in der Jugend, zwar noch durchaus solide, berichtet Kreisbrandrat Rudolf Mieling. „In zehn Jahren wird das wohl nicht mehr so aussehen“, sagt er. Der demografische Wandel könnte den Feuerwehren ernsthafte Nachwuchssorgen bescheren. Unter Vereinen und ehrenamtlichen Organisationen tobt schon jetzt ein regelrechter Wettstreit um Nachwuchs. Während die Zahl der Freizeitangebote steigt, sinkt durch den Gesellschaftswandel der Anteil junger Menschen in der Bevölkerung – immer weniger Kinder also, die sich auf die Vereine aufteilen. Für die Feuerwehren komme noch ein weiteres, gesellschaftliches Problem hinzu, beobachtet der Kommandant der Nördlinger Feuerwehr, Georg Schabert. „Das Interesse, für andere einzutreten, ist allgemein gesunken“, sagt er.

Die Feuerwehren müssen also nicht nur Menschenleben, sondern auch ihre eigene Zukunft retten. Die Bemühungen gehen dabei weit darüber hinaus, als Kindern lediglich Bilder zum Ausmalen anzubieten. Mitglieder der Nördlinger Feuerwehr etwa sind vergangenes Jahr in die Schulen gegangen, um für das Engagement als Lebensretter zu werben. Dazu haben sie eine Aktion in den sozialen Netzwerken gestartet. „Das war sehr viel Arbeit“, sagt Schabert. Nur: Gebracht hat es nichts. „Kein einziger ist infolgedessen bei uns eingetreten.“

Es braucht also andere Ideen. Um den Nachwuchs zu locken, setzen die Feuerwehren nun im Kindesalter an. Im Landkreis sind die sogenannten Kinderfeuerwehren im Kommen. Das sind Gruppen, die Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren das Umfeld der Feuerwehr spielerisch näher bringen sollen. „In der fränkischen Nachbarschaft gibt es das schon seit über 30 Jahren“, sagt Carmen Lechner, Jugendwartin der Freiwilligen Feuerwehr Auhausen. Die ist Vorreiter im Landkreis. 2015 gründete sie als erste Feuerwehr im Landkreis eine Kindergruppe. Anlass war akuter Nachwuchsmangel. Die Zahl der Jugendlichen in der Wehr war laut Lechner seit 2004 von 24 auf vier gesunken.

Die Kindergruppe zählt mittlerweile 17 Mitglieder. Sie gehen auf Schnitzeljagd mit Funkgeräten, lernen, einen Verband anzulegen, oder wie man sich in Gefahrensituationen verhält. „Der Hintergedanke ist, die Kinder von klein auf an die Feuerwehr zu binden“, sagt Lechner. Dies trage erste Früchte. In diesem Jahr sei ein Kind in die Jugendfeuerwehr übergetreten, im kommenden Jahr werden voraussichtlich drei diesen Schritt tun, berichtet Lechner. Neben Auhausen gibt es landkreisweit noch in Wemding und in Münster eine Kinderfeuerwehr, in Rain ist eine solche Gruppe in Planung. Ab kommendem Jahr könnte die Zahl solcher Gruppen weiter zunehmen. Denn die geplante Novellierung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes bringt es mit sich, dass die Kindergruppen offiziell in die Feuerwehren integriert werden. Bislang waren sie lediglich Teil der Feuerwehrvereine. Der Landesfeuerwehrverband rechnet laut Geschäftsführer Uwe Peetz damit, dass die Regelung bis zum Sommer 2017 in Kraft tritt. Durch sie sind die Kinder künftig umfassend durch die kommunale Unfallversicherung mitversichert, nicht wie bislang durch die des Vereins.

Doch es gibt auch Bedenken. Kommandant Schabert etwa weist darauf hin, dass die Ehrenamtlichen so schon zahlreichen Verpflichtungen nachkommen müssen. „Die Betreuung einer Kindergruppe bedeutet einen großen zusätzlichen Aufwand“, sagt Schabert. Dafür gebe es bei wöchentlichen Übungen und 160 Einsätzen im Jahr zumindest in Nördlingen aber kaum Kapazitäten.

Stattdessen hat Schabert auch eine andere Zielgruppe im Blick, um den Nachwuchs zu sichern. Sesshaft gewordene Menschen um die 30 Jahre, die neu zugezogen und auf der Suche nach Kontakten sind.

Pressebericht aus der Donauwörther-Zeitung vom 28.12.2016. Bericht von Andreas Schopf.

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